Schädlinge in der Erde

Schädlinge in der Erde

Der Gartenboden lebt! Fressen und gefressen werden, lautet die Devise unter den zahllosen Insekten und Mikroorganismen. Viele unterirdischen Bewohner sind nützlich und halten den Boden locker und nährstoffhaltig. Daneben tummeln sich auch Pflanzenschädlinge in der Erde. Diese oft spät entdeckt und haben dann bereits nachhaltige Schäden an den Pflanzen hinterlassen.

Auf Spurensuche

Schädlinge im Gartenboden lassen sich nicht auf den ersten Blick entdecken. Werden in der Erde Schädlinge aktiv, bleibt dies an den Pflanzen zunächst unbemerkt. Wer Larven unter seinen Pflanzen entdeckt, sollte schnell handeln.

Dabei handelt es sich meist um folgende Schädlinge:

  • Maikäfer
  • Junikäfer
  • Trauermücken
  • Rosenkäfer

Zunächst gilt es, die Schädlinge in der Erde voneinander zu unterscheiden. Die auch Engerlinge genannten Larven des Maikäfers bleiben in ihrer Fluchtposition gekrümmt. Handelt es sich um Engerlinge des Junikäfers, werden sich diese nach oben strecken und versuchen, aus der Bauchlage heraus zu flüchten. Auch die Larve des Rosenkäfers sucht das Weite, flüchtet aber rücklings mit in die Höhe gestreckten Beinen.

Engerlinge bekämpfen

Dieses Ungeziefer in der Erde lässt sich durch seine cremeweiße Färbung und die gekrümmte Haltung erkennen. Engerlinge sind etwa drei Zentimeter lang und besitzen einen braunen Kopf und sechs Brustbeine.

Befinden sich diese Schädlinge im Garten in der Erde, können sie die Wurzeln von Zier- und Nutzpflanzen schädigen. Auch gelbe Stellen in den Rasenflächen können auf diese Schädlinge hindeuten.

Bekämpft werden können Engerlinge mithilfe von Nematoden. Diese kleinen Fadenwürmer können mit dem Gießwasser in den Boden gebracht werden.

Weitere Schädlinge in der Erde

Zu den gefräßigsten Schädlingen in Erde und Boden zählen die Raupen verschiedener Nachtfalterarten. Die grünen oder graubraunen Raupen sind etwa vier bis fünf Zentimeter lang und rollen sich bei Berührung zusammen.

Sind diese Schädlinge in der Erde am Werk, lassen Sie von jungen Gemüsepflanzen häufig nichts zurück. Raupen fressen bevorzugt Salat, Kartoffeln, Sellerie oder Möhren.

Der Einsatz von Nematoden bringt meist nicht den erwünschten Erfolg. Da bei Nutzpflanzen keine chemischen Mittel zum Einsatz gebracht werden sollten, sollte die Erde rund um die beschädigten Pflanzen regelmäßig abgesucht und die Raupen eingesammelt werden.

Wühlmäuse am Werk

Wühlmäuse leben in der Erde und fügen den Pflanzen großen Schaden zu. Durch das Anknabbern der Wurzeln verlieren die Pflanzen nicht nur den Halt im Boden, sie können sich auch nicht mehr ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgen. Kaum eine Pflanze bleibt verschont.

Es empfiehlt sich, Stauden und Sträucher, Dahlien, Gladiolen oder Frühblüher in einem festen Drahtkäfig in die Erde zu pflanzen. Derartige Wühlmauskäfige werden im Handel angeboten, lassen sich aber auch aus engmaschigem Kaninchendraht selber basteln.

Ungeziefer in der Erde kann auch nützlich sein

Würmer in der Erde sollten nicht bekämpft werden. Sie verhelfen dem Hobbygärtner zu einem kräftigen Pflanzenwuchs und einer reichen Ernte.

Regenwürmer

In der heimischen Erde tummeln sich über 30 Arten an Regenwürmern. Diese besitzen eine Länge zwischen zwei und zwanzig Zentimetern. Durch ihre eifrige Grabetätigkeit wird die Erde gut vermischt und Humus in die tieferen Erdschichten transportiert. Der Boden wird durchlässiger und der Kot des Regenwurms übertrifft mit seinem Nährstoffgehalt herkömmlichen Kompost.

Nematoden

Nematoden sind biologische Waffen gegen eine ganze Reihe an Ungeziefer in der Erde. Die kleinen Fadenwürmer sind häufig im Gartenboden zu finden. In einem Gramm Erde leben bis zu 1.000 Fadenwürmer. Diese ernähren sich von Bakterien, Algen und Pilzen.

Enchyträen

Enchyträen sind bis zu fünf Zentimeter große weißgelbe Würmer. Diese wühlen sich nicht wie ein Regenwurm durch den Boden, sondern bewegen sich in bereits vorhandenen Gängen fort. Dort ernähren sie sich von Bakterien, Pilzen und abgestorbenen Pflanzenresten.